Wochenbettbetreung / Nachsorge

Die Wochenbettbetreuung beginnt nach der Geburt, je nachdem, wann eine Frau (wieder) zu Hause ist. Bei einer Hausgeburt beginnt die Betreuung rund 12 Std. nach der Geburt, bei einer Klinikgeburt am Folgetag der Entlassung, sofern es keine Schwierigkeiten gibt. Ansonsten fahre ich noch am selben Tag vorbei.

Von da ab komme ich erst einmal täglich, schaue nach Mutter und Kind. Zu den Untersuchungen gehören die Kontrolle der Gebärmutterrückbildung, die Wundheilung einer eventuell vorliegenden Geburtsverletzung, die Abheilung des Nabels, das Stillgeschehen und vieles mehr. Und... die Beantwortung vieler, auf den ersten Blick banaler Fragen, außerdem - dies ist unser Hauptanliegen - die Stärkung der Frau in ihre eigenen Mutterinstinkte. Werden die Frau bzw. die Eltern in ihren eigenen Fähigkeiten rechtzeitig unterstützt und gestärkt, dann läuft vieles wie von selbst.

Zur Pflege und Heilung von Wunden und auftretender Beschwerden, sei es nun durch die Geburt oder durch das Stillen, stehen viele pflanzliche, homöopathische und auch allopathische Mittel zur Verfügung. Auch hier, wie in der Schwangerschaft, steht oftmals das Gespräch im Vordergrund. Eine Brustentzündung bzw. ein Milchstau wird eher durch eine seelische Belastung oder Überforderung hervorgerufen als durch Bakterien oder „zuviel Milch“. Wenn nichts mehr „im Fluss“ ist, müssen manchmal erst die Tränen fließen. Durch ein Gespräch kann zu Tage treten, was momentan so belastend ist. Kaum ist ein Verstehen da, fließen die Tränen und somit auch die Milch. Das gleiche kann auch für einen Wochenflussstau gelten. Dies sind nur Beispiele für mögliche Störungen.

Sind die ersten Tage gut überstanden, verlängert sich der Abstand zwischen meinen Besuchen, so dass ich nur noch jeden 2. oder 3. Tag komme. Gesetzlich ist eine Betreuung bis zum 10. Tag nach der Geburt vorgesehen. Ich komme jedoch so lange vorbei, bis alles in Ordnung ist und gut läuft. Auch eine längere Betreuung wird von den Kassen übernommen. Auch später kann telefonisch jederzeit nachgefragt werden, bei Bedarf folgt dann ein Hausbesuch. Das kann manchmal auch noch Wochen nach der Geburt sein.

Bei Hausgeburten oder ambulanten Geburten ist ein Kinderarzt bzw. eine Kinderärztin für die U2 erforderlich. Die U2 ist die 2. Vorsorgeuntersuchung beim Kind. Sie erfolgt zwischen dem 5. und 10. Lebenstag. Die meisten Ärzte machen hierzu einen Hausbesuch. Es ist gut, dies vorher in der Praxis anzumelden. Zwischen dem 2. und 5. Lebenstag ist eine Stoffwechseluntersuchung beim Kind vorgesehen, der so genannte Guthrie-Test. Dazu wird Blut von der Ferse abgenommen. Diese Blutabnahme kann auch durch mich durchgeführt werden. Dann kann das Kind auf dem Arm der Mutter/des Vaters sein, und es wird nur die Blutabnahme gemacht und nicht noch alle anderen Untersuchungen, was für alle Beteiligten wesentlich stressfreier ist. Die Filterkarte mit dem Blut schicke ich in ein Labor, das Ergebnis ist nach ungefähr einer Woche da.

Auch für weitere Fragen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung.


Rückbildungsgymnastik & Neufindung

Ich biete Rückbildungskurse in Pfullingen an. Diese finden abends statt, ohne Kinder. Ein Rückbildungskurs sollte frühestens 6 Wochen und innerhalb von 4 Monaten nach der Geburt begonnen werden. Für diesen Zeitraum übernimmt die Kasse die Leistung ohne ein besonderes Rezept.

Zum Kurs gehört neben der Gymnastik zur Stärkung des Beckenbodens, Kräftigung der Rückenmuskulatur, Straffung der Bauchmuskulatur, auch die Entspannung, Massagen und - wie immer - der Atem. Zurückfinden in den Körper, der neugeboren ist, sich verändert hat, fremd sein kann. Wieder in Verbindung treten mit dem eigenen Körper, Mutter-Sein und Frau-Sein, mit allem was dazu gehört. Auch hier möchte ich, bzw. wir, die Frauen stärken und unterstützen, zu sich selbst zu kommen. Wir schöpfen aus vielfältigen Möglichkeiten und vor allem aus dem eigenen Spaß an Bewegung, Entspannung und Massagen.


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